Gemeindegeschichte

   St. Benno

 

Die 1963 im Süden Dortmunds errichtete St. Benno-Gemeinde ist aus Teilen der vier benachbarten Pfarreien St. Clara (Hörde), St. Kaiser Heinrich (Höchsten), Heilig Geist (Wellinghofen) und St. Joseph (Berghofen) zusammengewachsen. Als Kirchenraum wurde zunächst eine ausgediente Baracke erworben, die an der Albingerstraße aufgestellt wurde. Groß angelegte Gemeindefeste rund um die Notkirche sollten die Gemeindemitglieder und Siedlungsbewohner  zu gegenseitigem Kennenlernen zusammenführen.

 

 

 

Benno-Symbole auf der alten Tabernakeltür in der Sakristei
Foto: ©  Rolf-Jürgen Spieker

 

Als Patron wurde der Hl. Benno, Bischof von Meißen, gewählt, um die ideelle Verbindung mit dem geteilten Deutschland herzustellen und den vielen aus dem Osten zugezogenen Bürgern das Vertrauen in ihre neue Heimat zu stärken.
Im August 1969 wurde an der Kreuzung Benninghofer Straße/Overgünne mit dem Bau der neuen Kirche, einem Gemeindezentrum im Untergeschoß derselben und Pfarrhaus mit Pfarrbüro begonnen (Architekt Theo Schwill, Dortmund). Am 29. April 1972 weihte Lorenz Kardinal Jaeger die neue Kirche.
In der Zwischenzeit organisierten sich die Gruppen der Gemeinde. In der Notkirchenzeit gewährte die evangelische Gemeinde in ihrem Gemeindehaus großherzig Gastfreundschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Benno-Relief von Adolf Pape
Foto: ©  Rolf-Jürgen Spieker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

St. Benno im Rohbau 1969
Foto: Archiv St. Benno, Repro: Spieker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

St. Benno heute
Foto: ©  Rolf-Jürgen Spieker

 

 

In den Jahren 1989/1990 wurde der Innenraum der Kirche neu gestaltet und mit Mineralfarben ausgemalt (Architekten Reinhard Geyer und Rainer Schultheiß, Mainz).

 

 

 

 

 

 

Innenansicht zum Altar
Foto: ©  Rolf-Jürgen Spieker

 

Innenansicht zur Westseite
Foto: ©  Rolf-Jürgen Spieker

 

Der lang gehegte Wunsch nach einem eigenen Kindergarten (Architekten-Büro Heinrich, Wörner und Vedder) konnte 1995 verwirklicht werden. Der zweigruppige Kindergarten wurde auf dem ehemaligen Parkplatz errichtet und dieser wiederum auf die Südseite des Kirchengrundstücks verlegt. Seit dem Jahre 2002 trägt das Dach des Kindergartens eine Photovoltaikanlage.

 

 

 

 

 

Fenster (Nordseite) von Rudolf Krüger (Ausführung Deppen,Osnabrück)
Foto: © Rolf-Jürgen Spieker

 

Mit Wirkung vom 1. März 2002 besteht der Pastoralverbund St. Joseph-Berghofen / St. Benno-Benninghofen.
In den Jahren 2004/2005 wurde die Kirche grundsaniert (Architekt Wolfgang Bergstermann, Dortmund). Die Arbeiten umfaßten dabei: ein komplett neues Kupferdach, einschließlich einer Blitzschutzanlage; Außenanstrich (auch Pfarrhaus); Sanierung der Elektroanlage; Erneuerung der Heizung mit Umstellung auf Gas; Innenanstrich im Gemeindezentrum. Der Eigenanteil wurde von der Gemeinde ohne Kreditaufnahme erbracht. Die Haushaltslage ist ausgeglichen.
Das Verständnis des christlichen Glaubens als lebenslanger Weg in der Gemeinschaft der Glaubenden hat in der St. Benno-Gemeinde in vielfältiger Weise konkrete Gestalt angenommen. Die Chronik berichtet über viele Jahre von z.B. Dreikönigssingen, den Fahrten der Firmbewerber in den Herbstferien, Besuch der Benno-Gemeinden, dem Weg der Christusikone von Wohnung zu Wohnung in der Fastenzeit, Besuchen der Nachbargemeinden und historischen Stätten u.a.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kreuzstele von Rudolf Krüger
Foto: ©  Rolf-Jürgen Spieker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kreuzwegstation: Kreuzigungsszene von Gisela Pape
Foto: © Rolf-Jürgen Spieker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kopie einer gotischen Madonna
Foto: ©  Rolf-Jürgen Spieker

 

 

Literatur und Quelle

nach Wacker, Friedhelm: Pfarrvikarie St. Benno, in: Montag, Paul/ Tillmann Elisabet/ Spieker, Brigitte/ Höltershinken, Dieter (Hg.): Die katholische Kirche in Dortmund. Ihre Geschichte und ihre Pfarrgemeinden, Paderborn 2006, S. 370-371